Max-Ernst-Schule

ETEP

Entwicklungstherapie/Entwicklungspädagogik (ETEP) ist ein pädagogisches Programm zur Förderung von Kindern und Jugendlichen mit sich anbahnenden oder bereits existierenden Verhaltensproblemen. Das Programm dient zusätzlich der präventiven Arbeit beim Aufbau von Verhaltenskompetenzen.

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© Institut für Entwicklungstherapie/ Entwicklungspädagogik e.V. (ETEP Europe) Düsseldorf, 2001 © Texte, Grafiken und Tabellen adaptiert aus: M.M. Wood et al. (1996): Developmental Therapy – Developmental Teaching. Pro-Ed: Austin, TX

Die Förderung zielt auf den Ausbau sozial-emotionaler Fähigkeiten und orientiert sich an den Stärken und Ressourcen der Kinder.

 

Zertifizierung unserer Lehrkräfte

Um unsere Schülerinnen und Schülerbesser unterstützen zu können, haben drei unserer Lehrkräfte – Fr. Heffner, Fr. Osterloh und Hr. Becker – an der ETEP-Zertifizierung mit Erfolg teilgenommen und das Zertifikat für pädagogische Entwicklungstherapie / Entwicklungspädagogik erhalten. Wir gratulieren unseren Lehrkräften herzlich und sind sehr stolz auf diese große Weiterentwicklung.

 

ETEP bietet die Möglichkeit
  • das Fähigkeitsprofil eines Schülers in den Bereichen Verhalten, Kommunikation, Sozialisation und Schulleistung zu beobachten

  • individuelle Förderziele zu definieren

  • Fördermaßnahmen zu planen

  • Verhaltensfortschritte zu unterstützen und Fortschritte zu messen

 
Leitgedanken
Überblick über die Eckpfeiler des Programms sowie über die Einstellungen des Erwachsenen, die für eine erfolgreiche Entwicklung der Persönlichkeit von sozial und emotional belasteten Kindern und Jugendlichen verantwortlich sind

1. „Abweichendes“ und „normales“ Verhalten

Eine Sichtweise, die die Stärken eines Kindes in den Blick nimmt, fördert sein Selbstvertrauen und unterstützt den Aufbau von Verhaltensweisen, die gleichzeitig gesund und entwicklungsangemessen sind. Befriedigende und erfolgreiche Erfahrungen mit Gleichaltrigen stärken die Persönlichkeit eines jungen Menschen, der sein Leben erfolgreich bewältigen kann und befördern so die Identifikation mit allen Persönlichkeitsaspekten, die als angemessen oder „normal“ angesehen werden können, anstatt eine Identifikation als „auffällig“ zu unterstützen. – Die Wahrnehmung der Stärken und der angemessenen Anteile des Verhaltens ist eine schwierige Aufgabe des Pädagogen und verlangt Disziplin, Übung und Geduld.

2. Entwicklung in Stufen und Sequenzen

Der normale Prozess der sozialen, emotionalen und verhaltensbezogenen Entwicklung nimmt einen vorhersagbaren und geordneten Verlauf. Darüber hinaus tragen jedoch biologische Voraussetzungen und vorausgegangene Erfahrungen mit anderen Menschen dazu bei, dass sich die Reise eines jeden Kindes auf diesem Entwicklungsweg einzigartig gestaltet. Ein pädagogisches Programm kann dann besonders wirkungsvoll das Persönlichkeitswachstum unterstützen, wenn es sensibel ist für die Individualität eines jeden Kindes innerhalb der typischen Entwicklungsverläufe.

3. Freude und Erfolg

Konstruktive Veränderungen geschehen dann, wenn angemessene Verhaltensweisen und Beziehungen persönlich befriedigende Ergebnisse erbringen. Die Bereitschaft eines jungen Menschen, neue Verhaltensweisen zu erproben, hängt ab von signifikanten, zufrieden stellenden vergangenen Erfahrungen. Ein wirkungsvolles Programm muss Kindern und Jugendlichen Möglichkeiten für solche Erfahrungen eröffnen und sie damit zum Erlernen neuer Verhaltensweisen motivieren.

4. Relevante Erfahrungen

Lernen geschieht durch Ereignisse, die sowohl persönlich als auch gesellschaftlich bedeutsam sind. Es erweitert sich dann auf alle Lebensbereiche des Kindes bzw. Jugendlichen. Sozial-emotionale Kompetenzen müssen sich auf die Lebenswelt des Kindes bzw. Jugendlichen außerhalb des pädagogischen Settings übertragen lassen. Die im Programm erworbenen Verhaltensfähigkeiten müssen im realen Lebensumfeld zufrieden stellende Ergebnisse erbringen.


1  Adaptiert aus: M.M. Wood et al. (1996); Übersetzung durch ETEP Europe