DeutschPressespiegel

Autor Armin Kaster zu Gast in der Max-Ernst-Schule

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Autorenlesung mit Armin Kaster in der Bibliothek der Max-Ernst-Schule. Foto: Rutner
Er beantwortete den Schülern viele Fragen zum Inhalt, aber auch zum Schreiballtag.

RIEDELBACH – Viele Fragen hatten die Fünftklässler an Armin Kaster: „Wie viele Bücher haben Sie geschrieben?“ „Wurde das Schreiben für Sie zu einer Sucht?“ „Wie lange haben Sie gebraucht, um das Buch zu schreiben?“ Geduldig beantwortete er am Dienstagmorgen in der Bibliothek der Max-Ernst-Schule in Riedelbach alle Fragen. Zuvor hatte er den Kindern sein Buch „Im Netz gewinn‘ ich jeden Fight“ vorgestellt. Darin ist Max die Hauptperson. Aufgrund seiner schwierigen persönlichen Situation zu Hause wird dieser süchtig nach dem Computerspiel „Mystland – Die Rückkehr der Krieger“.

Ohne Zugang zum Computer wird Max aggressiv
Der Vater ist arbeitslos und depressiv, die Mutter geht arbeiten, das Geld ist knapp und Max muss sich um den Haushalt und seine kleine Schwester kümmern. Da entflieht Max in die Welt des Computerspiels, wo er als Thalados zusammen mit Elbenkind, Wolfsblut und Dragonheart Abenteuer erlebt und erfolgreich ist. Als er dann mit auf Klassenfahrt gehen muss und nicht spielen darf, wird Max aggressiv und beginnt eine Prügelei. Den Schluss aber las er nicht vor, um die Spannung zu erhalten.
„Im Netz gewinn‘ ich jeden Fight“ ist eines von 15 Kinder- und Jugendbüchern, die Kaster seit 2009 geschrieben hat. Nein, Schreiben sei für ihn keine Sucht, aber wenn er nicht schreiben könne, hätte er dauerhaft schlechte Laune, bekannte der Autor. Er freue sich, wenn er Feierabend machen könne und dann beispielsweise zum Joggen gehe. Für „Im Netz gewinn‘ ich jeden Fight“ habe er sechs bis sieben Wochen im Sommerurlaub gebraucht. Dann habe er den Text an seinen Verlag geschickt. Dieser habe Fehler, Unstimmigkeiten und Stellen, die er verbessern sollte, markiert, erzählte Kaster. Die Überarbeitung habe noch einmal zwei Wochen gedauert.
Jugendbuch ‚Im Netz gewinn ich jeden Fight!‘ von Armin Kaster

Jetzt habe er bereits 48 Seiten seines nächsten Jugendromans, der etwa 350 Seiten bekommen solle, fertig. Da er durchschnittlich jeden Tag eine Seite schreibe, werde es noch ein knappes Jahr dauern, ehe er den Text seinem Verlag abliefern könne. Im Frühjahr 2020 solle das Buch, dessen Titel er nicht verraten darf, erscheinen.

Die Themen sprechen die Jugendlichen an
„Ich hab‘ schon über 500 Freunde“ ist ein weiteres Buch aus seiner Feder. Daraus las er anschließend den drei 6. Klassen der Schule vor. Es geht um ein Mädchen, das einfach zu viel von sich zeigt, um „Follower“ in den sozialen Medien zu bekommen. Beide Themen sprachen die Jugendlichen an.
 
Schließlich spielten alle, wie Kaster anfangs abfragte, am PC, auf der Playstation oder am Smartphone.
Und immer gebe es zeitliche Begrenzungen seitens der Eltern – die allerdings oft selbst auch spielten. Das seien moderne Vatertagstouren, schmunzelte er, als eine Schülerin verriet, dass ihr Vater auch mal drei Tage am Stück mit seinen Freunden in World of Warcraft eintauche.
 
weitere Informationen zum Autor unter http://arminkaster.de
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Von Sabine Neugebauer / Usinger Anzeiger vom 22.10.2018