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Was mit einem Schokokuss unter einer Käseglocke passiert, wenn man die Luft aus dem Behälter pumpt, sorgt, wie hier von Physik-Lehrerin Tina Zörb (rechts) vorgeführt, für Staunen bei den Besuchern: Er platzt auf und das Schaumvolumen vervierfacht sich. Fließt dann die Luft in die Glocke zurück, sackt das Naschwerk wieder in sich zusammen. Foto: Alexander Schneider
Max-Ernst-Schule freut sich über großen Andrang bei Infotag

Wie viele von ihren momentan 430 Schülern die Max-Ernst-Schule (MES) zum Schuljahresende verlassen, weiß Schulleiterin Ramona Ondrovic nicht. Auch kann sie nicht sagen, wie viele Neuzugänge sie im Sommer unterbringen muss. Die Eltern müssen in den Grundschulen erst am 1. März mitteilen, auf welche weiterführende Schule sie ihre Kinder schicken werden. „Wir hatten schon mal über 500 Schüler, Platz ist also da“, sagte die Rektorin am Freitag beim Tag der offenen Tür.

Dass es nur einige Schüler sein werden, glaubt Ondrovic aber auch nicht, dazu ist der Andrang beim Infotag zu groß. Die Mensa, in der Ondrovic die Eltern mit einem Überblick über die Schule informiert, ist zu knapp möbliert, immer mehr Besucher drängen herein, Dutzende Stühle müssen zusätzlich herbeigeschafft werden. „Ich glaube, so viele waren es noch nie“, freut sich Ondrovic: „Wir sind nicht groß, aber auch nicht klein – wir sind überschaubar, das bietet Eltern, Schülern und Lehrern die Möglichkeit, in Kontakt zu treten.“

Entscheidung hat sich bewährt

Der Übergang von der Grundschule zur Haupt- und Realschule ist, was die Information der Eltern anbelangt, geregelt. Ondrovic: „Dazu gehört es, dass wir uns als Schule schon einmal in einer Veranstaltung der abgebenden Schulen vorstellen, jedoch gemeinsam mit unseren Mitbewerbern. Dann hat jede Schule ihren eigenen Tag der offenen Tür. Und in unserem Fall können Kinder der Weilroder Grundschulen in Riedelbach und Rod an der Weil auch noch einen Schnuppertag bei uns machen.“

Die Entscheidung, die Eltern an einem Freitagnachmittag einzuladen, habe sich bewährt, „man hat bis in den Abend Gelegenheit, sich in lockerer Atmosphäre und vom Elternbeirat mit Kuchen und Getränken versorgt in den Fachbereichen umzusehen, aber auch Gespräche mit der Schulleitung zu führen“, sagt Ondrovic.

Nicht nur die vielen Besucher wertet sie als Zeichen elterlichen Interesses, sondern auch einen Irrtum, dem viele Eltern immer wieder unterliegen: „Ich werde oft gefragt, ob die Schule neu ist. Ich sage dann, dass das nur so aussieht, dass sie gut zehn Jahre alt ist und dass wir alles tun, damit dieser Eindruck erhalten bleibt, als Teil unserer Schulphilosophie.“

Das Interesse gilt der Realschule, aber auch der Ganztagsschule, der Hausaufgabenhilfe und dem Sport sowie den Arbeitsgemeinschaften. Dazu zählen Schulsanitätsdienst und Schülerlotsenausbildung, aber auch die Mountainbike-AG, die in Kürze eingerichtet wird.

Internationale Erfahrungen

Gerne erläutert Ondrovic den Eltern auch das Erasmus-Programm, in dem Schülerinnen und Schüler internationale Erfahrungen in Zypern, Portugal, Mazedonien, Lettland und Polen sammeln. Klassendenken gibt es an der MES nur beim Stundenplan. Ansonsten lernen Haupt- und Realschüler in kameradschaftlicher Koexistenz, was schulformübergreifende Konzepte zeigen.

In den Fachräumen, der Bibliothek, im Ganztagszentrum und in der Sporthalle können sich Jugendliche und Eltern umsehen. Trotz der Größe der Schule ist die persönliche Atmosphäre erlebbar. Lehrer, aber auch Schüler haben Spaß, die Besucher durch ihre Schule zu führen. Die Gäste bekommen so eine Schule in Theorie und Praxis vorgeführt, wobei der Fokus auch auf den Schwerpunkten der MES, Biologie und, dem Namensgeber Max Ernst geschuldet, Kunst, liegt. as

von Alexander Schneider

Quelle :Usinger Neue Presse / Taunus Zeitung vom 11.02.2020