DeutschPressespiegel

Vorlesewettbewerb: Mit Buchstaben Bilder im Kopf erschaffen

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Maximilian Homm (von links), Aileen Kohlberg und Marcel Göbel sind die Klassensieger des Vorlesewettbewerbs der sechsten Klassen an der Max-Ernst-Schule. Foto: Neugebauer

Lesen schult die Vorstellungskraft, finden die Lehrer der Max-Ernst-Schule und organisieren aus diesem Grund für ihre sechsten Klassen einen Vorlesewettbewerb. Gewonnen hat Aileen Kohlberg.

Ein Elixier, das jede Krankheit heilt, ein geheimnisvolles Päckchen und ein ungeliebter Amerikaurlaub – alles Lesestoff, um den sich die wundersamen Geschichten dreier verschiedener Bücher drehen. Bücher, aus denen die Klassensieger des Lesewettbewerbs der Max-Ernst-Schule in Riedelbach vorlasen. Am Donnerstagmorgen versammelten sich die drei sechsten Klassen im Musikraum, um Maximilian Homm, H6, Aileen Kohlberg, R6a, und Marcel Göbel, R6b, zuzuhören.

Als Einstieg hatten fünf Schülerinnen und Schüler der R7b eine kleine Darbietung unter dem Motto „Jetzt ist es so weit“ einstudiert. In den vergangenen Wochen hatten die jeweiligen Klassen ihre Klassensieger im Vorlesen gekürt. Und nun traten die drei in zwei Runden gegeneinander an. Zuerst hieß es, ein selbst gewähltes Buch kurz vorzustellen und drei Minuten lang daraus vorzulesen. Für die zweite Runde hatte Deutschlehrerin Anne Kristina Schmidt das Buch „Sieben Minuten nach Mitternacht“ von Patrick Ness ausgewählt, aus dem das Mädchen und die Jungs nun einen unbekannten Text vorlesen mussten. Dabei hatte Marcel einen leichten Vorteil, hatte er das Buch doch schon einmal gelesen, aber natürlich nicht damit geübt. Die Sieger des Vorjahres Aaron, Sarah und Jan hatten als Jury nun die schwere Aufgabe, einen Schulsieger zu ermitteln.
 
Wie Schmidt im Vorfeld erläuterte, gehe es beim Vorlesen darum, das richtige Lesetempo zu finden, nicht zu langsam und nicht zu schnell, die Stimmung des Textes auch in der Stimme zum Ausdruck zu bringen und deutlich zu sprechen. Lesen sei so wichtig, da man sich über das Lesen bilde, Informationen aufnehme und Wissen anhäufe. „Richtiges Lesen heißt, sich zu konzentrieren“, betonte Schmidt. Beim Lesen entstünden Bilder im Kopf, es schule somit die Vorstellungskraft.
Schließlich, nachdem sich das Publikum einen Teil der Verfilmung von „Sieben Minuten nach Mitternacht“ hatte ansehen dürfen, kam die Jury zum Ergebnis, dass Aileen knapp vor Marcel als Schulsiegerin nun die Max-Ernst-Schule bei der nächsten Runde vertreten darf. Aber alle drei Klassensieger erhielten Urkunden und je einen Büchergutschein.
 
von Sabine Neugebauer
Usinger Anzeiger vom 23.11.2018