ArbeitslehrePressespiegel

Fleißige Schul-Schreiner

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Schüler der Max-Ernst-Schule bauten Holzbänke für die Jürgen-Schumann-Schule in Arnoldshain. Dafür dankte JSS-Leiterin Silke Mottl Lehrer Thomas Betz (beide links) und seinen tatkräftigen Schülern mit einer vollen Ladung Pizzen. Foto: Götz

Von einer gelungenen Zusammenarbeit profitierten die Max-Ernst-Schule in Riedelbach und die Jürgen-Schumann-Schule (JSS) in Arnoldshain: 16 Schülerinnen und Schüler der Riedelbacher Klasse H9 sägten, schleiften und leimten ein halbes Jahr lang 25 Sitzbänke für die Arnoldshainer Grundschule. Die 1,5 Meter langen Sitzgelegenheiten aus stabilem Buchenholz sind für den Sitzkreis der Grundschule gedacht. „Vor allem der eingefräste Schriftzug der Max-Ernst-Schule mit der Schülerwerkstatt gefällt mir sehr gut“, lobte JSS-Leiterin Silke Mottl, die nicht nur Dankesworte übermittelte, sondern eine volle Ladung Pizzen spendierte. „Jetzt dürft ihr euch gleich den Wanst vollschlagen“, sagte Mottl zu dem vom Förderverein gesponsertem Essen, welches natürlich bei den Schülern super ankam. Die unkomplizierte Vorgehensweise haben beide Schulen Gregor Voßenkaul zu verdanken, Lehrer der JSS, der den Kontakt zu Thomas Betz herstellte.

Im letzten Schuljahr arbeiteten die Riedelbacher Hauptschüler ein halbes Jahr lang an privaten Werkstücken; das zweite Halbjahr diente den Holzbänken. Das Material finanzierte zwar der Arnoldshainer Förderverein, doch von alleine lassen sich keine Bänke herstellen. So spuckten die Schüler die Hände und schufen mit großem Engagement unter der Anleitung von Thomas Betz wunderbare Unikate. Angesichts der hochwertigen und perfekten Arbeit wollte Silke Mottl von den Schülern wissen, ob einige unter ihnen eine Lehre als Schreiner oder Tischler beginnen. Obwohl die handwerkliche Arbeit den Schülern in der gut ausgestatteten Schülerwerkstatt enormen Spaß bereitete, wird wohl keiner diesen Ausbildungsweg nehmen. „Einige werden weiterführende Schulen besuchen“, sagte Betz, „einige haben sich für andere Berufe entschieden“. Für ihren weiteren Lebensweg wünschte Silke Mottl allen viel Erfolg und Freude. Zur Erinnerung erhielt sie noch eine Dose Hartwachs-Öl mit der Bitte, die Bänke mittelfristig einzustreichen, damit auch ihnen eine lange und „haltbare“ Zukunft gesichert ist.